25. Februar 2021

Wohnungsmarkt für Investoren weiter attraktiv

PRESSETERMIN | Ein niedriges Angebot und eine hohe Nachfrage bestimmen weiterhin die Preise im deutschen Immobiliensektor, so eine Studie der HSH Nordbank, die diese heute vorstellte.

prognose-haushalte-2015-2030In Deutschland werden zwar vielerorts neue Wohnungen gebaut, aber weniger als benötigt. Und auch der Leerstand ist auf Rekordniveau. Das sind zwei der Ergebnisse einer aktuellen Studie der HSH Nordbank. Die jüngste Flüchtlingswelle wird die Trends eher noch verstärken, heißt es aus Hamburg. Der jährliche Neubaubedarf bis 2020 beträgt 272.000 Wohnungen, wobei Peter Axmann, Leiter Unternehmensbereich Immobilienkunden der HSH Nordbank, einräumt, dass die jüngsten Ereignisse dabei noch gar nicht berücksichtigt sind. Im vergangenen Jahr wurden aber nur 245.000 Wohnungen fertiggestellt. Das führt zu einer Leerstandsquote von unter zwei Prozent, der klassischen Fluktuationsreserve. In den A-Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart stehen nur 1,2 Prozent aller Wohnungen leer. In ganz Deutschland liegt der Leerstand bei 3,1 Prozent und in Ostdeutschland bei für dortige Verhältnisse geringen 6,1 Prozent.

Der Nachfrageüberhang hat die Mietpreise in den meisten Großstädten deutlich klettern lassen. Zeitgleich sind die Einkommen der Bevölkerung aber auch gestiegen. So macht der Mietanteil am Haushaltseinkommen im Schnitt nur 16,3 Prozent aus. In einer A-Stadt sind es 21,6 Prozent. Im internationalen Vergleich sei dies sehr gering.

In der Zukunft rechnet die HSH Nordbank mit einer Abnahme der Dynamik der vergangenen fünf Jahre. Während in den Großstädten und Ballungszentren trotz Mietpreisbremse und Neubauwelle aber noch keine Entspannung der Lage in Sicht ist (Ausnahme: Frankfurt), müssen sich reine Hochschulstädte langfristig auf weniger Studenten und fortziehende Absolventen einstellen. Axmann nennt Göttingen als Beispiel.

Bis 2018 werden die Kaufpreise für Bestandswohnungen im Schnitt um sechs Prozent steigen, prognostiziert die HSH Nordbank. In Hamburg und München seien es sogar zehn Prozent. Spitzenreiter mit 5.900 Euro je Quadratmeter ist aktuell München, vor Frankfurt mit 4.200 Euro und Hamburg mit 4.150 Euro. Interessant auch: Potsdam liegt mit 3.500 Euro je Quadratmeter noch vor Köln mit 3.400 Euro. Deutlich gestiegen sind auch die Preise in Bremen und Dresden (je 2.800 Euro pro Quadratmeter). Die Risiken für Investoren erachteten die Experten der HSH Nordbank – auch mangels risikofreiem Zins und historisch betrachtet – für überdurchschnittlich gering. „Investitionen in den Top-7-Städten bleiben aufgrund der zurzeit niedrigen Miet- und Investmentrisiken, der positiven wirtschaftlichen Perspektiven und der anhaltenden Wohnungsnachfrage attraktiv. Verstärkt wird die Nachfrage zudem weiterhin durch das niedrige Zinsumfeld“, so Axmann.

Die komplette Studie gibt es zum Download unter: www.hsh-nordbank.de


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Grafik: HSH/red

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