23. Oktober 2021

Rohstoffe: »Neues Jahr mit Preisrückgängen«

ROHSTOFFE | China scheint weiterhin die Entwicklung an den Rohstoffmärkten zu diktieren. Investmentanalyst Frank Schallenberger von der LBBW kommentiert.

Von Dr. Frank Schallenberger/LBBW

kupfer-preis-47 Der Cocktail aus negativen chinesischen Konjunkturdaten sowie Turbulenzen an den Devisen- und Aktienmärkten brachte die Preise an den Rohstoffmärkten einmal mehr durcheinander. Selbst mit niedrigeren chinesischen Wachstumsraten dürfte die Weltkonjunktur jedoch auch im Jahr 2016 auf Kurs bleiben. Ein Tatsache, die sich in den extrem niedrigen aktuell ebenso wenig widerspiegelt wie die sich abzeichnenden Kürzungen auf der Angebotsseite (Chart: Kupferpreis).



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erdoel-oel-preis-brent-47 Alle wichtigen Rohstoffindizes starteten mit deutlichen Preisabschlägen ins neue Jahr. Die Notierungen der Nordseesorte Brent Crude (Chart) sind in der Berichtswoche unter 35 US-Dollar je Barrel und damit auf ein Elfjahrestief gefallen. Zurückzuführen ist der erneute Preisrutsch zum einen auf schwächere Konjunkturdaten aus China. Zum anderen dürfte auch die Konfrontation zwischen Saudi-Arabien und dem Iran die Preisentwicklung beeinflussen. Grundsätzlich führen Konflikte im Nahen Osten tendenziell zu einer steigenden Risikoprämie und damit zu höheren Preisen. In diesem Fall scheint der Markt jedoch der Vermutung, dass durch die Konfrontation die Wahrscheinlichkeit einer Einigung auf Produktionskürzungen innerhalb der Opec weiter sinkt, höheres Gewicht beizumessen.

gold-preis-47 Der Goldpreis (Chart) konnte von dem erneut aufkeimenden Krisenszenario in China profitieren. Das als sicherer Hafen in Krisenzeiten gefragte Edelmetall stieg erstmals seit zwei Monaten wieder über die 1.100 Dollar Marke. Bei den Basismetallen bleibt der Fokus wie bereits im vergangenen Jahr auf die wirtschaftliche Entwicklung in China gerichtet. Ein überraschender Rückgang des privaten Einkaufsmanagerindex, der Preisrutsch am chinesischen Aktienmarkt sowie die Abwertung des Yuan haben neue Ängste über einen stärkeren Einbruch der chinesischen Wirtschaft entfacht.


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Grafik: red

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