HANKES BÖRSENBRIEF – ANLEGEN WIE DIE BÖRSENSTARS

Martin Utschneider: Verschnaufpause bei dünner Höhenluft

GASTKOLUMNE

GASTKOLUMNE | Die tägliche Technische Analyse zum deutschen Leitindex Dax von Charttechniker Martin Utschneider.

Von Martin Utschneider, Donner & Reuschel

Die überkauften Indikatoren sowie schlechter als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten ließen den Dax 30 gestern eine Nullrunde hinlegen. Der deutsche Leitindex ging mit 12.804 Punkten aus dem Handel. Somit bildete sich wie vermutet ein bärischer „Evening-Star“. Wenn auch nicht ganz klassisch. Aber ein Warnzeichen für zumindest kurzfristige Gewinnmitnahmen ist das allemal. Trendfolgend bedeutet dies allerdings nach wie vor keinen Grund zur großen Besorgnis. Der übergeordnete Aufwärtsmodus ist erst ab Notierungen unter 11.000 ernsthaft gefährdet. Trotzdem bietet es sich an, die empfohlenen Stopp- und Takeprofit-Marken zu belassen oder nachzuziehen. Striktes Risikomanagement ist die Basis für nachhaltige Rendite. Die markttechnischen Indikatoren RSI und Slow-Stochastik bewegen sich nach wie vor im deutlich überkauften Bereich. Hinzu kommt ein sich auffällig abschwächender MACD.

Für heute stehen nahezu keine richtungsweisenden Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Daher gilt den markt- und charttechnischen Marken die primäre Aufmerksamkeit. Auch der starke Euro könnte den Dax 30 weiter bremsen. Hier macht sich die „Inverse Schulter-Kopf-Schulter“-Formation bemerkbar (vgl. D&R-Analysen der letzten Wochen hierzu).

Fazit:
– Starker Euro und „Evening-Star“
– Verschnaufpause und Seitwärtsrange (12.783 – 12.762)

Unser Gastkolumnist Martin Utschneider ist Abteilungsdirektor der Technischen Kapitalmarktanalyse bei Donner & Reuschel. Siehe auch 7 Fragen an Martin Utschneider.


(boersianer.info veröffentlicht in dieser Rubrik Gastkommentare und -kolumnen aus verschiedenen Quellen. Verantwortlich für den Inhalt ist allein der jeweilige Autor. Die Meinung des Gastautors muss nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.)

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