15. Juli 2020

Kein Handeln der Zentralbanker nötig



GRAFIK DER WOCHE | Eine Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed ist derzeit eher unwahrscheinlich wie unsere Grafik zeigt.

Inflationserwartungen

Damit steht er nicht allein: Edgar Walk, Chefvolkswirt bei Metzler Asset Management, erwartet, dass die US-Notenbank die Leitzinsen zunächst nicht erhöht. Denn die Fed stütze sich vorwiegend auf die langfristigen Inflationserwartungen der Finanzmarktteilnehmer – und diese signalisieren derzeit, dass die Finanzmarktteilnehmer der Fed eine zu restriktive Geldpolitik unterstellen. Walk meint ferner, dass die Fed erst eine Normalisierung der Inflationserwartungen abwartet, ehe sie die Leitzinsen erhöht. Auch dürfte die Europäische Zentralbank ihren Kurs nicht korrigieren. In China sieht Walk kurzfristig weiterhin eine Wirtschaftsschwäche, die weitere geld- und fiskalpolitische Maßnahmen auslösen könnte. Dagegen kann er in Russland erste Anzeichen einer Stabilisierung erkennen. Unsere Grafik der Woche zeigt die langfristige Inflationserwartungen in den USA, die erwartete durchschnittliche Inflationsrate in fünf Jahren über fünf Jahre in Prozent. Eingezeichnet sind zudem die Quantitative-Easing-Programme (QE; Geldlockerung). Die Erwartungen signalisieren kein großes Zinserhöhungsrisiko.

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