15. November 2018

Japaner gehören zu unseren Favoriten



NIKKEI 225 | Japanische Unternehmen profitieren von der Abschwächung der heimischen Währung, wie es auch europäische Exportunternehmen durch die Politik der EZB tun…

Honda-S660-Concept

Spannend für Anleger ist wie etablierte Hersteller den Weg zurück zum Kerngeschäft suchen, sich neu ausrichten oder vereinzelt auch neue Produkte auf den Markt bringen. Zehn unserer Favoriten aus dem japanischen Leitindex Nikkei 225.

Fujifilm etwa drängt nach dem Siegeszug der digitalen Fotografie in die Medizintechnik und das Pharmageschäft, um sich ein zusätzliches Standbein zu verschaffen. Gerade erste hat Fujifilm den Kauf der US-Biotechfirma Cellular Dynamics International für 307 Millionen Dollar angekündigt.

Hitachi kehrt unterdessen zu seinen Wurzeln zurück und stößt Geschäftsbereiche ab. Das hat höhere Margen und eine höhere Profitabilität zufolge. Honda setzt wieder auf die Kei-Car-Klasse, das sind kleine Roadster, die nicht länger als 3,40 Meter sein dürfen. Das neue Model, welches an alte Erfolge anknüpfen soll heißt S660 (Foto). Auch einen neuen Kleinwagen Civic soll es bald geben.

Sony ist dagegen vielmehr als die Playstation 4. Diese darf jetzt endlich auch in China verkauft werden, nachdem der Start eigentlich schon für Januar vorgesehen war, die Volksrepublik jedoch ihre Macht hat spielen lassen. Vorerst sind jedoch nur vier neue Playstation-Spiele erlaubt, die man für politisch unbedenklich hält.

Als Kazuo Hirai Anfang 2012 den Sony-Chefposten übernahm, gab er die Devise aus: One Sony, one Management. Er will den japanischen Konzern in den drei Kernbereichen Smartphones (Xperia Z4), Digitalkameras und Computerspiele wieder zu einem schlagkräftigen Wettbewerber machen, aber auch an der TV-Sparte hält er wohl fest, wie jetzt bekannt wurde. Im Trend liegen gebogene Fernseher (Curved). Insbesondere aber auch von Camcordern der neuen Generation mit 4K (Ultra-HD) versprechen wir uns noch Wachstum.

Nissan will unterdessen mit Mercedes Pick-up-Trucks bauen. Toyota hat dagegen gerade auf der New York International Auto Show ein SUV, einen Geländewagen in Hybrid-Variante vorgestellt. Die Toyota-Aktie hat ein Kurs-Cashflow-Verhältnis von um die 7,0 und ist damit günstig, wie alle anderen unsere Favoriten auch. Darunter ist auch ein Unternehmen, dass das traditionelle Japan verkörpert: Kobe Steel. Das Unternehmen plant gerade ein Aluminiumwerk in den USA, um näher an den Kunden der Automobilindustrie zu sein. Von 1979 bis 1982 hat übrigens auch einmal der heutige Premierminister Shinzō Abe für Kobe Steel gearbeitet…

Abraten würden wir aus Bewertungsgründen oder ungünstiger Geschäftsentwicklung derzeit von: Pioneer, Sharp, Softbank, Nippon Steel, Ricoh, Mazda Motor, Mitsubshi Motors, Nikon, Nec, Yamah, Kyocera, Shiseido, Casio Computer, Yahoo Japan und Eisai.

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