20. Juli 2019

Briefing: Warum VW Batterien bauen und Apple eigene Filme drehen will

GUTEN-MORGEN-BRIEFING

BRIEFING | Guten Morgen! Was beschäftigt die Märkte, die Medien und mich? Dieser Frage will ich an dieser Stelle regelmäßig nachgehen.

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Börsenstratege Ulrich W. Hanke
Die deutschen Autobauer wollen sich natürlich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Deshalb bekam Apple bereits Absagen von den großen deutschen Marken für ein gemeinsames Elektroauto. Google fragt erst gar nicht, sondern richtet sich jetzt gleich ein eigenes Entwicklungswerk für selbstfahrende Autos nahe Detroit ein. Nun ist bekannt geworden, dass Volkswagen offenbar ein eigenes Batterie-Werk in Salzgitter plant. Es wäre ein Baustein der Strategie 2025 und damit Zukunftsmusik, aber durchaus sinnvoll, wenn sich VW vom asiatischen Markt für Akkus unabhängig(er) machen will. Die VW-Vorzugsaktie (ISIN: DE0007664039) ist mit rund 140 Euro mittlerweile wieder bei dem Kursniveau von Ende 2015 angekommen. Der Abgasskandal und seine Folgen scheinen bei Anlegern vergessen. Überraschungen könnten den Kurs also durchaus noch bewegen.

Indes will Apple (ISIN: US0378331005) es jetzt offenbar Amazon und Netflix nachmachen und eigene Filme drehen, um so Apple TV zu pushen. Ein teurer Weg, wie ihn Anleger schon von den beiden führenden Streamingdiensten kennen. Vielleicht muss Apple dann auch einen Strategiewechsel in Sachen Werbung vollziehen. Denn ohne Werbung für Apple TV wird’s schwer. Mich erinnert der Schritt an die ebenfalls sehr späte Reaktion von Sky (vormals Premiere).

Der mögliche Brexit und die niedrige Milchpreis sind Themen, die die Medien unterdessen weiter beschäftigen. Wie vermutet gab es beim G7-Gipfel in Japan wenige konkrete Beschlüsse. Heute ist die Hauptversammlung vom Roboterhersteller und Übernahmekandidat Kuka. WCM legt Zahlen zum ersten Quartal vor. Fed-Chefin Janet Yellen hält heute eine Rede an der Harvard University. Und Donald Trump hat nun die Mehrheit der Stimmen zusammen: Es steht also fest, dass er der Präsidentschaftskandidat der Republikaner wird.

Wie erwartet war der Handel am gestrigen nicht-bundesweiten Feiertag unterdessen dünn. Das dürfte auch am heutigen Brückentag nach Fronleichnam nicht anders sein. Der X-Dax notiert kurz vor Börsenstart fast unverändert bei 10.268 Punkten (Dax-Schlussstand: 10.273 Punkte). Am Montag haben übrigens die Börsen in den USA und Großbritannien geschlossen.

Noch ein Hinweis: In Folge 23 von „Hankes Five“ geht es diesmal um fünf Studien und eine Erkenntnis daraus. Viel Spaß beim Schauen, erfolgreiche Geschäfte an der Börse und ein tolles Wochenende, wünscht Ihnen

Ihr Ulrich W. Hanke

Foto: red

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