28. Februar 2021

Guten-Morgen-Briefing: EZB, VW, Apple, Insider

BRIEFING | Guten Morgen. Was beschäftigt die Märkte, die Medien und mich? Dieser Frage will ich an dieser Stelle regelmäßig nachgehen.

boersenexperte-ulrich-w-hanke-boersianer-info Heute schaut die Finanzwelt natürlich einmal mehr auf Mario Draghi. Der Präsident der Europäischen Zentralbank tritt nach der EZB-Ratssitzung heute um 14.30 Uhr vor die Presse. Er wird wohl keine weitere geldpolitische Lockerung verkünden, aber unter Umständen Andeutungen für Maßnahmen wie etwa den Ankauf von Unternehmensanleihen machen. Jüngst hatten ja CSU-Politiker einen Deutschen als nächsten EZB-Chef gefordert, der den Negativzinsen entgegensteuert und sich auf die frühere Bundesbank-Disziplin besinnt. Abwarten heißt es also vermutlich am Vormittag an der Börse. Der X-Dax liegt daher auch nur leicht mit 0,36 Prozent im Plus, bei 10.469 Punkten.

Ich habe mir in meiner Kolumne Hankes Five bei Wirtschaft TV einmal die Aktien aus dem Dax angeschaut, bei denen die Insider seit Anfang des Jahres zugeschlagen haben. Insider sind Vorstände und Aufsichtsräte sowie deren Angehörige, die Aktien des eigenen Unternehmens handeln und zwar auf eigene Kosten fürs eigene Depot. Käufe der gut informierten Insider sind unter gewissen Umständen ein positives Signal für Anleger.

Der Dax-Konzern VW hat sich unterdessen offenbar im Abgasskandal auf einen Vergleich mit den US-Behörden geeinigt, wie die Automobilwoche mit Bezug auf Agenturmeldungen schreibt. Jeder Besitzer eines Autos, bei dem die Manipulationssoftware zum Einsatz kam, soll 5.000 Dollar erhalten. Das könnte ein Maßstab für deutsche VW-Fahrer sein.

Der IT-Konzern Apple soll indes mit seinen Plänen einer Partnerschaft für das iCar bei BMW und Daimler abgeblitzt sein, während auch Mitsubishi ein Dieselgate hat. Die schwarz-rote Koalition plant hingegen schon, Elektroautos zehn Jahre von der Kfz-Steuer zu befreien.

Der Nikkei schloss mit 2,4 Prozent im Plus bei 17.313 Punkten. Zahlreiche Geschäftszahlen stehen heute ebenfalls noch auf dem Plan: Von Pernod-Ricard über Zooplus bis OMV, von Anglo American und General Motors bis Renault. Nachbörslich melden sich zu Wort: Alphabet (vormals Google), Microsoft, Starbucks und Visa. Hauptversammlungen – oder genauer Generalversammlungen – gibt es unter anderem von: ABB, Adecco, Clariant und Lindt & Sprüngli.

Ihr Ulrich W. Hanke



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Foto: red

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