17. Januar 2019

Guten-Morgen-Briefing: Apple, Twitter, Adidas, Mitsubishi, Winterkorn, E-Autos, Griechenland, Böhmermann, Aldi

BRIEFING | Guten Morgen. Was beschäftigt die Märkte, die Medien und mich? Dieser Frage will ich an dieser Stelle regelmäßig nachgehen.

boersenexperte-ulrich-w-hanke-boersianer-info Auch Apple ist nur ein normales Unternehmen. Gestern um 22 Uhr nach Börsenschluss war es soweit: Der Kulthersteller meldete gesunkene Zahlen. Apple verkaufte im abgelaufenen Quartal mit 51,2 Millionen erstmals weniger iPhones (Minus von 10 Millionen Geräten) und verzeichnete auch einen Umsatzrückgang – das erste Minus seit 13 Jahren. Der Gewinn sank um 23 Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar. Und Apple rechnet mit weiter sinkenden Erlösen für die kommenden Quartale. Die Aktie brach bereits nachbörslich um acht Prozent ein. Apple-Anleger und -Jünger warten nun auf das iPhone 7. Wird das kein Knaller, werde wohl auch ich auf ein Samsung-Gerät umsteigen. Ich hatte vom iPhone 3 bis zum aktuellen iPhone 6s stets ein Gerät von Apple. Zuletzt habe ich mich aber über die schlechte Fotoqualität, die schlechte Akkulaufzeit und teils auch eine nutzerunfreundliche Bedienung sowie die Apple-typischen Einschränkungen geärgert. Ich scheine damit nicht allein.

Kurznachrichtendienst Twitter hat ebenfalls enttäuschende Zahlen vorgelegt, während Sportartikelhersteller Adidas seine Prognose fürs laufende (Olympia-)Jahr anhob (Umsatzplus von 15 Prozent statt 10 bis 12 Prozent). Der Autobauer Mitsubishi soll schon seit 1991 Verbrauchswerte manipuliert haben und der Ex-VW-Chef Martin Winterkorn unter Umständen gar nichts von dem Einbau der Betrugssoftware bei den Dieselfahrzeugen der Wolfsburger gewusst haben. Unterdessen ruft der Discounter Aldi seine Kapern zurück. In den Gläsern könnten Glassplitter sein.

Die Prämie für E-Autos soll wohl 4.000 Euro betragen und Griechenland sich einen EU-Sondergipfel wünschen. Derweil sind bei der Staatsanwaltschaft Mainz hunderte Strafanzeigen gegen Jan Böhmermann eingegangen. Termine heute: Hauptversammlung bei der Münchener Rück, Deutscher Sparkassentag, Pressekonferenz der Energiebörse EEX und Vorstellung der Empfehlungen der Atom-Kommission zum Atomausstieg. Quartalszahlen melden unter anderem: Deutsche Börse, Kion, Osram, Comdirect, Mazda Motor, PSA Peugeot Citroen, Total, Boeing, Paypal, Nintendo und nachbörslich Facebook.

Der X-Dax steht leicht im Minus bei 10.274 Punkten. Der Nikkei schloss mit 17.290 Punkten 0,36 Prozent im Minus.

Ihr Ulrich W. Hanke



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Foto: red

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