29. Oktober 2020

Guten-Morgen-Briefing, 24.11.2015: Wird VW zu Opel und die Deutsche Bank zur Bad-Boni-Bank?

BRIEFING | Guten Morgen. Was beschäftigt die Märkte, die Medien und mich? Dieser Frage will ich an dieser Stelle regelmäßig nachgehen.

ulrich-w-hanke-boersianer-info Jetzt gibt auch Audi klein bei. Die Premiummarke des VW-Konzerns hat gestern Abend eingeräumt, Fahrzeuge mit V6 TDI 3,0-Liter-Motoren mit der Schummelsoftware ausgestattet zu haben. Es wird Zeit, dass VW nun nicht sein gutes Image verspielt. Ist die erst einmal beschädigt, ist es ganz schwer, die Spuren im Lack zu beseitigen. Ein gutes Beispiel dafür sind Opel oder auch Fiat. Der Volksmund spricht bei den Italienern von Fehler in allen Teilen. Das hat sich eingebrannt, auch wenn es gar nicht zutrifft. Völlig witzlos, völlig wirr, vielleicht, viel… Irgendjemand wird schon ein passendes Wortspiel einfallen und dann ist es um VW geschehen. Vorschläge gerne an mich via Kommentarfunktion unten. Anleger tun auf jeden Fall gut daran, lieber die Finger von der Aktie zu lassen.



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Am Image seines Unternehmens arbeitet auch John Cryan, der neue Deutsche-Bank-Chef. Er kritisiert die hohen Boni der Banker. Die hohen Boni in der gesamten Branche. Nur viel Lärm um nichts? Immerhin würden die Boni bei der Deutschen Bank in Zukunft zeitversetzt ausbezahlt. Aktionäre ärgern sich derweil über die Streichung der Dividende…

Die Terroranschläge in Paris hinterlassen dann doch kleine Spuren. Nach neuen Zahlen werden ein Viertel weniger Flüge nach Paris gebucht. Die Aktienmärkte wird das aber nicht beeinflussen. Mehr Gewicht hat da schon die Ankündigung des Versicherers Allianz, kein Geld mehr zu investieren in Bergbau- und Energieunternehmen, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes beziehungsweise ihrer Energieerzeugung aus Kohle generieren.

Der Nikkei schloss bei 19.925 Punkten, 0,22 Prozent im Plus und kämpft wie der Dax zuletzt mit der 11.000-Punkte-Marke nun mit der 20.000. Der Dax eröffnet ganz leicht im Minus.

Ihr Ulrich W. Hanke


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Foto: red

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