9. August 2020

Guten-Morgen-Briefing, 13.11.2015: Freitag der 13.!

BRIEFING | Guten Morgen. Was beschäftigt die Märkte, die Medien und mich? Dieser Frage will ich an dieser Stelle regelmäßig nachgehen.

ulrich-w-hanke-boersianer-info Heute ist Freitag, der 13. Abergläubisch bin ich nicht. Aber vielleicht ist es Matthias Müller. Oder der VW-Chef wird es nach dem heutigen Tag sein.

Denn nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt gibt es Rücktrittsforderungen. Winterkorn-Nachfolger Müller als Porsche-Chef einer aus den Konzernreihen war von Anfang an umstritten. Nun aber sprich sich die Fondsgesellschaft Union Investment gegen Müller aus – und die ist einer der größten Aktionäre unter den Haltern der Vorzugsaktie. Das hat schon Gewicht.

Angst vor einem Freitag, dem 13. hatten wohl auch einige Unternehmen. Denn vermeldeten sie gestern noch reihenweise Quartalsergebnisse, traut sich das am heutigen Termin fast niemand.



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Neues Futter für Spekulationen auf die erste Zinserhöhung in den USA hat indes der Vizepräsident der US-Notenbank Fed, Stanley Fischer gegeben. Er sagte ein solcher Schritt sei im Dezember durchaus möglich. Der Markt rechnet ohnehin schon damit (0,25 Prozent).

Ein schönes, falsches Argument habe ich dazu übrigens in einem Film von der Internationalen Edelmetall- & Rohstoffmesse im München gehört. Demnach würde die Fed die Zinsen nicht erhöhen, weil sie dann ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen könnte, sagte ein vermeintlicher Gold-Experte. Das ist natürlich Quatsch! Wenn die Fed die Zinsen nicht erhöht, dann, weil sie das Wirtschaftswachstum (und damit den Arbeitsmarkt) nicht abwürgen und einen zu starken Dollar vermeiden will. Das ist eigentlich VWL-Basiswissen…

Überraschender ist dagegen der Wachstumskurs der deutschen Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt 0,3 Prozent höher als im Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt heute früh mitteilte.

Der Nikkei schloss heute bei rund 19.600 Punkten (-0,5 Prozent). Der X-Dax steht aktuell bei 10.740 Punkten. Vielleicht handeln heute auch weniger Marktteilnehmer weil sie abergläubisch sind…

Ihr Ulrich W. Hanke


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Foto: red

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