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Martin Utschneider: »Marine Le Pen, Theresa May und die EZB«

GASTKOLUMNE

GASTKOLUMNE | Die tägliche Technische Analyse zum deutschen Leitindex Dax von Charttechniker Martin Utschneider.

Von Martin Utschneider, Donner & Reuschel

Die britische Premierministerin Theresa May hat überraschend Neuwahlen angesetzt. Diese sollen bereits am 8. Juni stattfinden. Am gestrigen Mittwoch haben die Abgeordneten den Weg dafür frei gemacht. Die Wahl in Frankreich wirft zudem weitere Schatten voraus. Vor einem Monat sagten Meinungsforscher der Front-National-Chefin noch 26 Prozent der Stimmen voraus. Inzwischen sind es noch 23 Prozent. Marine Le Pen droht jetzt im ersten Wahlgang den psychologisch wichtigen ersten Platz an den Rivalen Emmanuel Macron zu verlieren. Daneben gibt es noch den EZB-Chef Mario Draghi. Dieser muss die Kapitalmärkte nun behutsam auf die Eindämmung der bisherigen Geldflut vorbereiten.

Beim Dax 30 richtet sich der Fokus heute wieder auf die 12.000er-Punktemarke. Hier verläuft eine psychologisch wichtige Auffanglinie. Der deutsche Leitindex präsentiert sich zumindest bis zum französischen Wahlausgang in einer Konsolidierung auf hohem Niveau. Die markttechnischen Indikatoren zeigen sich weiterhin neutral. Damit lebt die Hoffnung auf ein neues Allzeit-Hoch (12.391) im zweiten Quartal weiter. Allerdings sollten risikoaverse und kurzfristig orientierte Anleger die aktuellen Stop-Loss-Marken beachten. Der übergeordnete Trend ist intakt. Aber Marine Le Pen, Theresa May und ein „gewisser Mario Draghi“ sorgen weiterhin für Bewegung am Markt.

Fazit:
– Konsolidierung und Flaggenformation
– Wahlen in Frankreich, Großbritannien und EZB-Politik


Martin Utschneider ist Abteilungsdirektor der Technischen Kapitalmarktanalyse bei Donner & Reuschel. Siehe auch 7 Fragen an Martin Utschneider.

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